Slider

Produktionen

Magdalena

 

Ein Volksstück in drei Aufzügen von Ludwig Thoma aus dem Jahr 1912

 

Inhalt

Der Kleinbauer Thomas Mayr, genannt Paulimann, seine kranke Frau Mariann und andere Dorfbewohner unterhalten sich über Magdalena, genannt Leni, die Tochter der Mayrs. Die gelernte Näherin zog wegen besserer Verdienstmöglichkeiten in die Stadt, doch dort geriet sie auf die schiefe Bahn. Aus der Zeitung haben die Dorfbewohner erfahren, dass sie straffällig wurde, worauf man sie aus der Stadt auswies. Über ihre konkrete Straftat wird nicht gesprochen, offensichtlich arbeitete sie als Prostituierte. Das ganze Dorf erwartet voller Aufregung ihre Rückkehr.

Dann bringt der Gendarm die minderjährige Leni unter den Blicken der Leute zu ihren Eltern zurück. Lediglich ihre Mutter wendet sich ihr liebevoll zu und hofft, dass sie nun endlich brav werde. Das trotzige, etwas schwerfällige Mädchen ist sich aber keiner Schuld bewusst. Sie ist noch voller Wut auf den Mann, der sie mit einem Heiratsversprechen um ihr Sparbuch gebracht und dann sitzenlassen hat. Die neue Situation, in der sie sich nun befindet, begreift sie nicht. Unwillig lässt sie sich von ihrer Mutter das Versprechen abnötigen, daheim zu bleiben und brav zu werden.

Sechs Wochen später. Mariann ist inzwischen gestorben. Auf dem Totenbett hat ihr Leni versprochen, zur Rechtschaffenheit zurückzufinden, während Thomas ihr versprach, Leni nicht zu verstoßen. Er stellt sie unter strengen Hausarrest, um ein Zusammentreffen mit den anderen Dorfbewohnern zu vermeiden.

So leben Vater und Tochter isoliert auf dem Hof. Leni, die sich langweilt, findet an dem Aushilfsknecht Lorenz (Lenz) Gefallen. Dieser wundert sich: „Mögst d'as net glaab'n! De woaß heut no net, was s' to hat.“ Als Initiator des zunehmenden Haberfeldtreibens erweist sich der Bürgermeister, der Thomas zum Verlassen des Dorfes verleiten will, um billig in den Besitz seines Hofes zu kommen. Lenz hat genug von Leni, die ihm nichtsdestoweniger entgegnet, sie werde sich schon noch einen anderen finden.

Einige Tage später. Leni erfährt von der Dienstmagd Barbara die sonntägliche Predigt des neuen Kooperators, in der er forderte „daß diesen Übles geschiecht, die wo Ärgernis geben.“ Barbara stellt ihr anschließend die Frage, ob sie denn etwas mit Lechner Martin habe, weil die Leute alle das erzählten. Dabei erweist sich, dass Leni das Dorf verlassen möchte, sich aber ohne Geld dazu nicht in der Lage sieht. Kurz darauf kündigt Lenz, weil seit einem Tag das Gerede der Leute unerträglich ist.

Von seinem Nachbarn Plank erfährt der aufgebrachte Thomas, dass Martin Lechner einem Kameraden erzählte, er habe bei Leni gefensterlt, und die habe Geld von ihm verlangt. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese Neuigkeit im Dorf. Da kommt auch schon der Bürgermeister, der ihm eröffnet, er habe wegen der Angelegenheit einen Ausschuss gebildet. Es sei einhellige Meinung, dass Leni das Dorf zu verlassen habe, denn es könne nicht geduldet werden, dass brave Leute wegen schlechter ins Unglück geraten. Die Dorfburschen seien bereits aufs Äußerste aufgebracht, und er könne für nichts garantieren. Eine Frau, die sich mit der Schande das Brot verdiene, sei im Dorf nicht gelitten.

Vor dem Fenster versammelt sich indessen eine lärmende Volksmenge, während drinnen Martin Lechner den Anwesenden erzählt, er habe mit Leni anbandeln wollen, und nach mehreren Versuchen habe sie einige Mark von ihm verlangt, weil sie kein Geld habe. Leni versucht wegzulaufen, wird aber aufgegriffen und dem bedrohlichen Tribunal vorgeführt. Nach einigem Leugnen gibt sie gegenüber ihrem Vater zu, das Geld verlangt zu haben, weil sie fort wolle. Da wird sie von ihrem Vater vor allen Leuten erstochen.

 

 

Mitwirkende

Personen und ihre Darsteller

 

Bilder

 

Der Meineidbauer

Volksstück mit Gesang in drei Akten von Ludwig Anzengruber

Besonderheit

Der Meineidbauer ist ein Volksstück mit Gesang in drei Akten von Ludwig Anzengruber, die Musik schrieb Adolf Müller senior. Das Stück wurde am 9. Dezember 1871 im Theater an der Wien mit der damals bekannten Schauspielerin Marie Geistinger in der Hauptrolle der Vroni uraufgeführt.

Neben Der Pfarrer von Kirchfeld und Das vierte Gebot ist es das bekannteste Drama Anzengrubers. In der Tradition des Realismus stehend, behandelt es moralische Verfehlungen und deren Auswirkungen auf das eigene Leben sowie auf das künftiger Generationen.

 

Inhalt

Der Bauer Mathias Ferner erreicht durch einen Meineid, dass ihm der Hof seines Stiefbruders Jakob nach dessen Tod zugesprochen wird. Damit bringt er die Kinder der im Dorf verfemten Paula Roth, die mit Jakob "in wilder Ehe" zusammenlebte, um das Erbe. Er wird seiner Tat jedoch nicht froh, zumal ein belastender Brief als Beweis seiner Schuld existiert. Jahre später bekommt Paula Roth diesen Brief in die Hände. 

 

Personen

Matthias Ferner, der Kreuzweghofbauer Crescenz und Franz, seine Kinder Andreas Höllerer, der Adamshofbauer Toni, sein Sohn Der Großknecht Burgei, Mirzl, Waberl, Annerl und Gretl, Mägde am Adamshofe Muckerl, Kühjunge Die alte Burgerliese Jakob und Vroni, ihre Enkel Levy, ein Hausierer Die Baumahm Rosl und Kathrein, ihre Nichten Der Bader von Ottenschlag Erster und Zweiter Schwärzer Schwärzer, Landleute vom Kreuzweghof, von Altranning und Ottenschlag.

 

 

Der Holledauer Schimmel

Ein Schelmenstück aus dem Hopfenlande von Johannes Lippl

Inhalt  (Kurzfassung von Jörg Meiler)

Hass und handfester Streit entzweien Banzing und Haselbach im Holledauer Hopfenland gut hundert Jahre schon. Anlass war die alte Geschichte um einen gestohlenen Schimmel. ln kluger Erwartung besserer Geschäfte beschließen die beiden Bräuwirte und Bürgermeister, Korbinian Blasl von Haselbach und Sebastian Ziechnaus von Banzing, dass von jetzt an Friede herrsche. Zur Besiegelung der Abmachung soll der Banzinger Wirtssohn Andreas die Tochter Anna des Bräus von Haselbach heiraten. Beide aber lieben schon eine andere Person.

Da taucht der Ziberl Toni auf, Liebhaber aus der Jugendzeit der Wirtsgattin Rosa Blasl zu Haselbach. Arm wie er damals war, hatte er keine Chance, als der reiche Wirt Korbinian Blasl die Rosa für sich begehrte. Wieder erfährt Ziberl nur Grobheit im Hause des Haselbacher Wirts. Er schwört Rache. Als es heißt, er sei gestorben und habe viel Geld hinterlassen, wütet die Feindschaft schlimmer als je zuvor. Wer wird das Geld bekommen?

Der gestohlene Posthalter-Schimmel taucht abwechselnd plötzlich im jeweiligen Stall der verfeindeten Brauereien auf, damit man den Stallbesitzer als Dieb und des Geldes unwürdig entlarve. In seiner gemeinen Gier versteigt sich der Haselbacher Wirt sogar zu dem Ansinnen, seine Frau solle die Tochter Anna als Kind aus der Liebschaft mit dem Ziberl Toni hinstellen. So würde das Geld seinem Haus zufallen. Es soll aber anders kommen.

Wird sich die Liebe junger Herzen bewähren, wenn Boshaftigkeit und Streitsucht die Sinne der Väter verwirren? Gibt es einen Weg, dass uralter Hader dennoch in Versöhnung endet?

  

Bilder

 

Feier zum 90-jährigen Jubiläumimage 061

Festakt in der Stadthalle

Zur Feier des 90-jährigen Bestehens der Volksspielgruppe Altenerding wurden alle Mitglieder in die Stadthalle eingelden.

Neben der Laudadio des Bürgermeisters von Erding Max Gotz hielt der Ehrenvorsitzende und Ehrenspielleiter  Sepp Beil eine launige Rede zur Entstehung und Entwicklung der Volksspielgruppe Altenerding.

Als Besonderheit wurde ein Potpourri von Szenen aus verschiedenen Theaterstücken der letzten Jahre gezeigt. Teilweise wurden die Original-Darsteller wieder aktiviert, die dann in ihrer Rolle brillierten. Es war ein aufwändiger Rückblick auf viele Jahre Volksspielgruppe. Unter anderem gab es ein Wiedersehen mit: 

  • Schwedenspiele
  • Untergang der Titanic
  • Brandner Kaspar
  • Magdalena
  • Räuber Hotzenplotz
  • Kleine Hexe
  • Träumer
  • Halbseidene Jahre
  • Gschaftlhuberin
  • Xaver Krenkl

Zu fortgeschrittner Stunde konnten die Vereinsmitglieder zu einer Live-Band das Tanzbein Schwingen.

 

Bilder

 

Die Junggesellensteuer

 

Schwank von Alois Gfall

 

Besonderheit

Das Stück wurde schon vor der Gründung des Vereins gespielt. Da aber sämtliche Mitwirkende später den Verein gründeten ist dieses Stück als Vorläufer der Volksspielgruppe Altenerding zu werten.

 

Inhalt

 

Zwei altmodische Junggesellen werden durch den Schwindel von einer angeblich neu eingeführten Junggesellensteuer, den ihnen der Kuppler Kert-Ludl auftischt, für den Heiratsgedanken gewonnen. Als die Verlobung stattfinden soll, erfahren die beiden höchst unglücklichen Heiratskandidaten, daß es gar keine Junggesellensteuer gibt, und möchten nun natürlich Reißaus nehmen. Aber es gibt kein Zurück mehr für sie. Wie der Kert-Ludl die beiden Bauern mit Liebesbriefen, die er selbst diktiert hat, in ihren eigenen Fallen fängt, das ist der Höhepunkt dieses von unwiderstehlichem Humor durchgezogenen Stückes 

 

Personen

Peter Preiß, Schreinergeselle Hans Betzold, Boss, Ludwig dirscherl, Andreas Eibl, Georg Wandinger, Leni Koll, Rosi Wimmer, Rosi Adlsberger, Eigelsdorfer, Mader, Franz Preiß, Jakob Stimmer 

Spielleiter Obermaier

 

Bilder