Der Wiener Kongress läutete 1814/15 eine Epoche des Friedens im deutschsprachigen Raum ein.
1818 erhielt Bayern seine erste Verfassung, sie sicherte den Bürgern ihre Grundrechte.
Die Ermordung des Mannheimer Unilehrers Kotzebues 1819 machte diese Liberalisierung zunichte und führte zu den Karlsbader Beschlüssen mit Pressezensur, sowie Verbot der Burschenschaften.
Die Restauration war besiegelt.
In Bayern kehrte König Ludwig I. (1825-1848), nach den liberalen Anfängen, rasch zum absolutistischen Regierungsprinzip zurück. Die französische
Juli- Revolution 1830, das Hambacher Fest 1832 und der Sturm auf die Frankfurter Hauptwache im Jahr 1833, dem Jahr in dem "Die Gschaftlhuberin" spielt, nutzten deutsche Fürsten aus, um Umsturzängste zu schüren.
Das freiheitliche Denken der Bürger stilisierte die Obrigkeit zur Bedrohung der Zeit hoch
und beschnitt demokratische Errungenschaften wo es nur ging.
Das Bürgertum in den Städten, zumal im traditionell konservativen Bayern, blieb von der politischen Mitwirkung ausgeschlossen. Es zog sich in den privaten Bereich zurück und erwarb Ansehen durch Besitz. Handel und Gewerbe florierten innerhalb der Zollschranken.
Auf dem Lande arrangierten sich die Bauern mit der Obrigkeit und suchten, wie in den Städten die Bürger, ihr Heil im Rückzug aus dem öffentlichen Leben und bestellten ihre Scholle. |