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Nun siebenundsiebzig Jahren nach der erster Aufführung...
Im Jahre 1832 trieb im Landkreis eine Räuberbande, bekannt als
"Roter Hahnickel", ihr Unwesen. Angst und Schrecken
verbreitend, tauchte die Bande blitzschnell auf den
bäuerlichen Gehöften auf, knebelte die wehrlosen
Bauersleut' und nahm alles mit, was Truhe und Sparstrumpf
hergaben. Und sie wusste stets genau, wo sie suchen musste. Das
unrühmliche Ende der Bande markierte schließlich der
Überfall auf dem Brandl-Anwesen in der Nähe von
Wampeltsham. Dort lebte die Magd Rosl. Zusammen mit Hans, Mitglied der
Bande den das schlechte Gewissen plagte, brachte Rosl die Polizei in
Erding auf die richtige Spur. Als Kopf der Räuberbande wurde
die Witwe Therese Huber entlarvt. Sie wurde in den
Gefängnisturm der herzoglichen Burg gebracht und auf
Regierungsbefehl sollte sie am 30. Januar 1833 als Mörderin
und Brandstifterin auf dem Schrannenplatz an den Pranger gestellt
werden. Aber die Keuchenknechte fanden die Zelle leer vor. Therese
Huber war durch mehrere Türen entkommen, offensichtlich mit
Hilfe der Gerichtsdiener, die sie umgarnt hatte.
Auf dieser wahren Geschichte basiert die Inszenierung "Die
G'schaftlhuberin" der Volksspielgruppe Altenerding
Darin wird eine der wenigen Kriminalgeschichten zu Beginn des 19. Jahrhunderts
erzählt, in der eine Frau zu berüchtigter
Berühmtheit gelangte. Eine Frau, die als tüchtige
Bäuerin Therese Huber bei allen bekannt und geachtet war:
"Die
G'schaftlhuberin".
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